Motorradsegnung und Saison-Eröffnung der Motorbiker 2012

Erst das große Zittern… (ob das Wetter hält), dann das große Anlassen

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da haben Petrus und Bernhard Binsteiner wohl etwas gewaltig durcheinander gebracht. Das seit vielen Jahren gewohnte Prachtwetter mit Frühlingslüftchen, Blumenduft und Vogelgezwitscher blieb dieses Mal aus. Dichter Eisgraupel prasselte stattdessen pünktlich zur üblichen “Kreisel-Promenade” auf die braven Biker nieder.

Applaudierendes Publikum war mengenmäßig äußerst überschaubar. Wenigstens die Segnung durch Pater James fand im Trocknen statt. Dann donnerten beim taditionellen “Großen Anlassen” die schweren Motoren los. Kurz darauf mischten sich unter die Weihwasserspritzer auf poliertem Chrom und Lack bereits die ersten Regentropfen. Sichtbar hatte sich unter den Umland-Bikern auch  die “Spreu vom Weizen getrennt”. Eine ganze Menge der gewohnt achzig bis hundert Motorradfahrer hat sich anscheinend nach einem frühen Blick durchs Fenster die Bettdecke wieder über die Ohren gezogen. Nur rund vierzig der harten, der wahren “Allseason-Biker” ließen sich nicht verdriessen. Ihnen gilt aller Respekt. Egal ob sie froren oder naß wurden, eine harte Maibaumwache hinter sich hatten oder erst kurz davor von der Oldie-Party am Dornacher Maibaum heimgekehrt waren – sie waren da. Viele Bux-Büscherl blieben unverkauft.

Trotzdem blieb das große Schaulaufen zur Freude aller nicht aus.Utz hatte sein neues “mundgeblasenes airbrush-veredeltes Luxus-Topcase mit Beleuchtung” auf seiner Road King montiert – doch die Konkurrenz schlief nicht. Auf dem “catwalk” hatten auch die Mädels einiges anzubieten. Alexandras neue Neonjacke stach förmlich ins Auge, Bines neue Ledercombi, figurbetont und grazil war ein Hingucker – und natürlich Jennys neue Harley einschließlich Top-Outfit zogen die Blicke auf sich.

Für die hartgesottenen Senioren-Langstreckenbiker war das jedoch alles Kinkerlitz. Sie rechnen fest damit, bei ihrer anstehenden Tour durch die Karpaten bis hinunter ans Schwarze Meer unterwegs von einigen der vielen miesgelaunten wilden Hirtenhunde erwartet zu werden. Da waren neben einer schnellen Maschine eher Unauffälligkeit, Wadlschoner und reissfeste Hosenbeine gefragt.

Die geplante kleine Tour in’s Dachauer Hinterland mußte leider wetterbedingt ausfallen – doch der Ersatz-Einkehrschwung in’s MONSALVY war die einzig wahre Alternative. Hier war es gemütlich, das Bier wohltemperiert, die Weißwürscht’ hervorragend, die Stimmung bestens. Was wollte man mehr.

 

 

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