Motorbike-Open am Sonntag, 21. April 2013

zu lange hat der Frühling dieses Jahr rumgebummelt – soll er oder soll er nicht.

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Die SVD-Biker hatten es satt – längst schon haben sie bei flotten Fahrten die Spinnweben aus den Auspuffrohren geblasen – längst schon sind sie “auf der Spur”. Trotzdem waren sie wieder alle da, als am letzten Sonntag Bernhard Binsteiner zur traditionellen “Biker- und Motorradsegnung” vor der Aschheimer Kirche rief. Mit Schwung und sichtlicher Freude nahm Pater Sixtus nach seiner Predigt diese Aufgabe war – über die Maschinen und rund hundert Bikern und Besuchern ging ein erfrischender Weihwasser-Regen nieder. Höchst mühsam mußten wieder einmal die Kalkflecken auf hochglanzpoliertem Lack entfernt werden. Beim “Großen Anlassen” donnerten anschließend die Motoren von rund sechzig schweren Motorrädern los. Mit einem ellenlangen Konvoi mit viel Getöse durch die Aschheimer “main road” machte man sich schon mal bei den ersten besonders eiligen Autofahrern unbeliebt. Aber es hilft nix – Konvoi muß sein. Die Saison der Motorsportler im SV Dornach war nun auch offiziell eröffnet.

Stressfrei wie immer gestaltete sich der Besuch im “Monsalvy”. Strikte Abstinenz ist für die Biker auf allen ihren Ausfahrten von jeher oberstes Gebot – da ist es nicht verwunderlich wenn z.B. Harry bei “Weißwürscht mit Capuccino” beobachtet wird. Dem graust auch vor nix. Julias Schutzengel wurde noch auf dem Parkplatz das erste mal auf Trab gebracht, der sie um Haaresbreite davor bewahrte, von einem rückwärts rangierenden Automobilisten von der Maschine geholt zu werden. Die traditionelle Ausfahrt führte bei frischem Lüftchen nach Norden – tief hinein ins “Ludwig Thoma Land” – ins Dachauer Hinterland. Hier warnten Verkehrsschilder noch vor Glatteis. Die bezaubernde Hügellandschaft, die Menschen und das besonderes Licht hier machten schon Ende des 19. Jahrhundert Dachau neben Worpswede zu einer der bedeutendsten deutschen Künstlerkolonien. In einem kleinen Dorf statteten die Motorradler einen schon lange geplanten Besuch ab – dieser galt “ihrem” Pfarrer Mauthe. Nicht nur bei ihm waren bei der Begrüssung feuchte Augen und jede Menge Rührung zu bemerken. Er holte seinen Roller aus der Garage und mit dreissig Bikern auf vierundzwanzig Maschinen im Gefolge – die Nachbarn sahen es mit Staunen – ging’s ab zu Kaffee und überdimensionalen Kuchenstücken im Bauernhof-Cafe “Bumbaurhof”, irgendwo bei Markt Indersdorf. Die Rückfahrt gestaltete sich sportlich – die alten Herren der “Rentner-Crew” war schon wieder in Eile. Es mußte gepackt werden – drei von ihnen starten am nächsten Tag Richtung Albanien. Die anderen drei starten eine paar Tage später zu anderen Abenteuern. Sie werden die Küstengebiete an der Nordsee, die Ostfrisischen Inseln und Helgoland bereisen – das dürfte sowas Ähnliches werden. Hallo Nordlicher – nix für ungut !!

 

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