Sonnenschein, buntes Laub, Kurvenschaukeln und beste Laune

bei der Indian Summer Tour am Samstag, 06. Oktober und Saisonabschluss 2012

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Egal, welche Wettervorhersage man auch zu Rate zog – ein milder Indian Summer-Tag war am geplanten letzten Sonntag auch bei aller Kompromissbereitschaft nicht erkennbar. Im Gegenteil – die Wetter-Prognose für das Oberland lautete durchgängig: „grottenschlecht“. Die Nachricht vom kurzfristigem Termin-switch auf Samstag wurde mit allen gängigen modernen Informations- und Kommunikantionsmöglichkeiten erfolgreich in den Äther gejagt. Mit dumpfen Motorengrollen liefen darauf immerhin zwanzig Biker auf siebzehn Maschinen pünktlich am Treffpunkt ein.

In zwei Gruppen machten sie sich auf die rund dreihundert Kilometer-Reise. Selbst die Rentner-Crew war nach ihrer tags zuvor köstlichen aber langzeitverdaulichen Mega-Enten-Knödel-Blaukraut-Bier-Orgie beim Poschner auf der Wiesn zwar mühsam aber soweit wieder in der Lage, auf’s Motorrad zu klettern. Bei der Auswahl ihrer zwei Road-Captains bewiesen die Motorradler wieder mal ein glückliches Händchen. Steffen stellte eine individuelle und überaus abwechslungsreiche Tour Richtung Starnberg, im Pfaffenwinkel um den Hohen Peißenberg, hinein ins Ostallgäu zur Wieskirche, über Reutte im Tiroler Außerfern und vorbei am glasklaren Plansee, über den Ammersattel Richtung Ettal und durch malerische Dörfer Richtung Heimat zusammen. Sie wurde bei absolutem Biker-Wetter in Verbindung mit traumhaften Kurven, Sonnenschein, Wärme, herrlicher Fernsicht, lauem Fönwind und kunterbuntem Herbstlaub zur gewünschten Reise für die Sinne.

Achim machte anderweitig von sich reden. Er schaffte es mit dem, ihm eigenen Sinn für Situationskomik, die Tür der einzigen Tankstellen-Toilette nach seinem Besuch bis auf weiteres zu blockieren und damit den unglücklichen „auch Müssern“ das Wasser in die Augen zu treiben. Damit nicht genug – er verpasste auch dem bis dahin irgendwie gelangweilt wirkenden Tankwart die Denksportaufgabe, wie eine von außen sperrbare Klotür zu öffnen ist, in der innen der Schlüssel steckt. Es ist immer wieder das umwerfend Symphatische in der Runde der SVD-Biker, daß wirklich jeder, ohne Rücksicht auf Unterhaltungswert zeigen kann, zu was er allem fähig ist. Irgendwie liebenswert.

Der abendliche Einkehrschwung mit Absacker letztendlich in den Monsalvy-Garten in Aschheim entsprach der gesamten Tour – einfach schöööön!

Mit diesen Tages-Highlights ging eine außerordentlich abenteuerliche, vielfältige, lustige und unterhaltsame Motorrad-Saison mit zig tausenden von gefahrenen Kilometern, Gottseidank auch wieder ohne schwerwiegende Unfälle zu Ende. Die zahlreichen gemeinsamen Erlebnisse bieten an den Biker-Stammtischen beim Schafflerwirt ausreichend Stoff um gut über den Winter zu kommen und im nächsten Jahr ohne Entzugserscheinungen wieder zu sagen:
„Ladies and Gentlemen – start your engines“ – oder auf guat boarisch: “ oiso nacha – na pack‘ ma’s wieda“.

Alle, welche mangels Kontakt-Daten nicht erreicht werden konnten oder die Terminänderungs-Info auf unserer Internetseite nicht rechtzeitig gelesen haben, mögen uns verzeihen. Wir fahren nächstes Jahr wieder.

 

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